Fahrzeughistorie

04.02.1894
Infolge des Umzugs des Vorstandes der Freiwilligen Feuerwehr Mendelson-Bartholdy nach Nürnberg schenkte dieser den ihm persönlich gehörenden Steigerkarren samt den verschiedenen Leitern der Feuerwehr Etterzhausen.

26.08.1900
Erste Probe gehalten mit der neuen Feuerspritze, geliefert von der Fa. Justus Braun, Nürnberg zum Preis von 1600 Mark. Die alte Feuerspritze wurde um 300 Mark an die genannte Firma abgegeben.
Anlässlich der Inspektion der Freiwilligen Feuerwehr Pielenhofen erwies sich die neue fahrbare Saug-und Druckspritze, an der acht Männer gleichzeitig pumpen können, als ganz vortrefflich und wurde von Herrn Bezirksfeuerwehr-Inspektor Schmid in der Kritik besonders erwähnt. Diese Spritze wurde von 2-4 Pferden gezogen und war bis 1946 das Hauptgerät unserer Wehr. Schade, dass dieses schöne Fahrzeug mit dem großen kupfernen Windkessel Anfang der 50er Jahre verkauft wurde.

20.11.1962
Es wird beschlossen, der FF Regenstauf das Feuerwehrauto, einen gebrauchten Mercedes, abzukaufen.
Stolz und Freude darüber waren riesengroß - Etterzhausen und ein eigenes Feuerwehrauto! - Im Laufe der Jahre jedoch entwickelte es seine Tücken, die den Feuerwehrmännern oftmals Schwierigkeiten bereiteten - es blieb nämlich ganz einfach stehen - sogar auf freier Strecke. Ein Achsbruch bei einem Einsatz am Goldberg in Etterzhausen beendete dann jäh seine Dienstzeit.

02.1967
Die Gemeinde beschließt den Kauf eines neuen Löschfahrzeuges LF 8 (Fahrgestell Opel Blitz) bei den Magirus-Werken in Ulm. 32.000 DM sollte es kosten - eine enorme Summe für eine so kleine Gemeinde Bürgermeister Wölfel erklärte, dass das neue Feuerwehrauto bis Juli geliefert und die Wehr dadurch wieder auf den neuesten Stand gebracht wird.
Bei einem Großbrand in Günzenried 1968 kam unser neues Fahrzeug dann erstmals zum Einsatz.

01.08.1986
Als Ersatz für das bisherige Löschfahrzeug LF 8, das zwischenzeitlich in die Jahre gekommen war und für das eine Umrüstung nicht mehr in Frage kam, wurde im Juli 1986 von unserer Wehr gebrauchtes Löschfahrzeug (LF 8 schwer) erworben. Bei diesem Fahrzeug konnten zusätzlich zu der bisherigen Ausrüstung 4 Pressluftatmer und Gerätschaften für die technische Hilfeleistung untergebracht werden. Das Einsatzspektrum für unsere Wehr hatte sich auf diese Art und Weise erheblich verbreitert.
Die Beladung des Fahrzeugs:
- 2 Pumpen mit Förderleistung je 800 Liter
- 6 Saugschläuche
- Armaturen und Strahlrohre
- 280m B-Schläuche
- Schaumausrüstung
- 180 m C-Schläuche
- Tauchpumpe
- Kettensäge
- Stromerzeuger
- Flutlichtstrahler
Dieses Fahrzeug hatte ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,49 t und konnte daher noch mit der Fahrerlaubnis der Klasse 3 gefahren werden.

22.12.1992
Abnahme und Übergabe eines der ersten ausgelieferten und zur damaligen Zeit bestausgestatteten Fahrzeuges, ein Löschfahrzeug LF16/12 im Magirus-Feuerlöschgerätewerk in Weisweil. Dieses hatte eine umfangreiche Beladung für die technische Hilfeleistung mit hydraulischem Rettungssatz, einer starken, fest eingebauten Feuerlöschpumpe mit einer Leistung von 1200 Litern pro Minute sowie einem Löschwassertank mit einem Fassungsvermögen von 1600 Litern. Mit diesem Fahrzeug, einer Allzweck-waffe, konnte sowohl bei schweren Verkehrsunfällen als auch bei Großbränden professionelle Hilfe geleistet werden.
Die Fahrzeugweihe fand dann am 19.Juni 1993 im Rahmen einer kleinen Festveranstaltung statt.

02.05.1988
Nach dem Jahrhunderthochwasser wurde von der Gemeinde ein Schlauchboot RTB 1 für unsere Wehr angeschafft. Das Boot bietet Platz für 4 Personen, dient zur Rettung und dem Transport von Personen und ist auf einem speziellen Anhänger gelagert. Damit war unsere Wehr auch für die Einsätze im Bereich der Naab gut gerüstet.

07.01.2010
-ür den mittlerweile in die Jahre gekommenen VW-Pritschenwagen und aufgrund von nicht mehr liefer. baren Ersatzteilen wurde im Jahr 2009 ein Antrag auf Bezuschussung zur Neubeschaffung eines gleichwertigen Fahrzeugs beim Markt Nittendorf gestellt. Begründet durch positive Erfahrungen und dem großen Einsatzmehrwert wurde durch den Marktrat Nittendorf unter Vorsitz des ersten Bürgermeisters Knott eine Kostenübernahme von zwei Dritteln der Gesamtsumme zugesichert. Nach intensiven Gesprächen und Planungen des Beschaffungsteams kam man zum Ergebnis, einen VW-Crafter Pritsche mit sechs Sitzplätzen und Planenaufbau anzuschaffen. So konnte das Fahrgestell im November 2009 im Volkswagenwerk in Köln entgegengenommen werden und anschließend der Planenaufbau bei der Firma Reisinger in Regensburg erfolgen. Danach wurde dann in Eigenregie der Ausbau der seitlichen Geräteräume, der Einbau von Blaulicht und Martinshorn sowie die Beklebung des Fahrzeugs durch. geführt, sodass das Fahrzeug im Januar 2010 einsatzbereit gemeldet werden konnte. Die Kosten wurden durch die enorme Eigenleistung gering gehalten und beliefen sich insgesamt auf ca. 36.000.- Euro.